Forschen in der Schule

Forschen in der Schule

Es laufen an unserer Schule zur Zeit verschiedene W- und P-Seminare im Fachbereich Chemie. Hier sieht man die JungforscherInnen eines W-Seminars.

Lassen sich Schülerinnen und Schüler unserer Schule für „das Forschen“ und die Erstellung einer entsprechenden „Forschungsarbeit“ begeistern?

Die apparativen Voraussetzungen sind an unserer Schule im Fachbereich Chemie recht gut, wir haben in den letzten Jahren – auch mit finanzieller Unterstützung des Fonds der chemischen Industrie im Rahmen der Schulförderung  – gezielt in die computergestützte Messwert­erfassung investieren können. Damit bestehen Möglichkeiten zum Einsatz von Spektral­fotometrie, einfacher Gaschromatografie, der Messung von pH-Werten, des Drehwinkels optisch aktiver Substanzen usw. Auch spezielle Experimentierkoffer mit Verbrauchsmaterial zu neuartigen, modernen  Akku­-Technologien der Pädagogischen Hoch­schule Freiburg und zu Experimenten im Zusam­menhang mit Licht der Bergischen  Universität Wup­pertal sind inzwischen an unserer Schule vorrätig.

Aber wie gewinnt man nun die Schüler, die auch passende Themen bearbeiten?

Unser Konzept sieht folgendermaßen aus:
Das achtjährige Gymnasium in der jetzigen Form  hat neben einer, eher negativ zu bewertenden, Reduktion im Anspruchs­niveau (früherer Leistungskurs zum heutigen Fachkurs Chemie) als ein positives Element die Seminare gebracht. Das W-Seminar, als quasi ausgegliederte Facharbeit, bietet hier eine gute Möglichkeit zur Vertiefung und Bearbeitung von experimentellen Frage­stellungen, mitunter aber ohne Anbindung an das Leitfach. Gleichzeitig ist die Betreuung von 15 anspruchsvollen experimentellen Arbeiten, die auch noch unter Lehreraufsicht ablaufen sollen, ein erheblicher zeitlicher Aufwand. Auch deshalb bieten wir in diesem Schuljahr einen „Jugend forscht“-Wahlkurs an, der im selben Zeitfenster und in denselben Räumen wie das W-Seminar „Forschen in Natur und Schule“ abläuft. Die Kursteilnehmer dieses W-Seminars sind gleichzeitig Mitglieder im Wahlkurs „Jugend forscht“. Darüber hinaus nehmen noch einzelne Schülerinnen der Mittel- und Unterstufe am Wahlkurs „Jugend forscht“ teil. Damit können nun zwei Lehrer die Schüler in verschiedenen Räumen durch Gespräche und Hilfestellungen fachlich betreuen und sich hier auch gegenseitig vertreten.

Wie lässt sich solch ein Projekt organisieren?

Im Hinblick auf die Organisation wird als  computergestützte Plattform ein virtueller  Mebis-Raum genutzt. Das Einreichen der schriftlichen Arbeiten ist für die 51. Wett­bewerbsrunde geplant, derzeit sind 15 Arbeiten für „Jugend forscht“ angemeldet.

Lassen sich weitere Drittmittel einsetzen?

Um beispielsweise die apparativen Voraus­setzungen auch für humanphysiologische Themen zu optimieren, konnte eine Förderung des Sponsor-Pools Bayern in Höhe von etwa 1350,- Euro für die An­schaf­fung eines hochwertigen Physiologie­-­Messwert­erfas­sungs­paketes der Firma Vernier erfolgreich eingeworben werden. Damit stehen unsere Schüler nun auch in der Pflicht, eine mit diesen Gerätschaften erstellte Arbeit beim Regional­wettbewerb „Jugend forscht“ vorzu­stellen.

Ausblick in die Zukunft:

Bis Ende Juli 2016 lief die „heiße Phase“ der Experimente. In den Sommerferien heißt es, aus den Mess-Ergebnissen eine sinnvolle Arbeit im Umfang von etwa zehn Seiten zu erstellen. Nach den Sommerferien können nochmals letzte Experimente durchgeführt werden, bis schließlich vor Jahres­wechsel die Abgabe der Seminar­arbeiten ansteht. Die W-Seminarteilnehmer, die über den Fortgang ihrer Arbeit bereits in den Monaten Mai/ Juni 2016 referieren konnten, werden dazu auch eine Abschlusspräsentation vor der Gesamtgruppe im Herbst 2016 vortragen. Die am Gymnasium Neubiberg vorgelegten W-Seminar-Arbeiten werden dann zusätzlich gegen Ende Januar 2017 beim Wettbewerb „Jugend forscht“ eingereicht. Etwa im Februar 2017 findet der Regionalwettbewerb, möglich­erweise wie in früheren Jahren wieder bei der EADS/Airbus-Group in Ottobrunn, statt. Auf die Ergebnisse sind wir schon sehr gespannt.

Der Förderverein des Gymnasiums Neubiberg wird jedem/er Schüler/in bei einer Teilnahme am Regionalwettbewerb Unkosten im Umfang von etwa 20 Eur über das Sekretariat (Fr. Neußer) auf formlosen Antrag hin erstatten. Bei Nachweis höherer Kosten ist eine höhere Erstattung möglich, je nach eingereichten Gesamtkosten.

Laufende Jugend forscht Arbeiten am Gymnasium Neubiberg

Und hier nun die Ausbeute ...