Umweltpsychologie

Auszug der Arbeit:

Die beiden 3D Modelle vergleichen München heute (2019) und mit einer Zukunftsvision von München als nachhaltig gestalteter Stadt. Die Modelle sind dem Gebiet der Tulbeckstraße Ecke Ligsalzstraße nachempfunden. Im ersten Modell ist der aktuelle Stand des Bereiches veranschaulicht.

Im zweiten Modell wurden mehrere Interventionsansätze modelliert, die umweltschützendes Verhalten der Stadtbewohner fördern sollen. Zum Einen wurden mehr Grünflächen und Natur in die Stadt integriert. Auf einem Haus wurde ein Dachgarten und anstelle des Parkplatzes ein kleiner Park angelegt. Wie in 2.4 erklärt, kann das persönliche Erleben von Natur das Umweltbewusstsein, das Verlangen diese zu schützen und dadurch umweltfreundlicheres Handeln fördern.

Auch sind zwei sogenannte Parklets eingefügt, wie sie in einem Projekt von Green City […] realisiert wurden. So können Bürger selbst erleben, wie eine nachhaltigere Stadt aussehen könnte.
Die dritte Idee sind Anzeigetafeln an den Häusern, die den Stromverbrauch in Echtzeit anzeigen. Dadurch können die Hausbewohner direkt sehen, wie sich ihr Verhalten auf den Energieverbrauch auswirkt. Die in 2.3.2 beschriebene Selbstwirksamkeit und dadurch auch der bewusste Umgang mit Strom werden so gefördert.

Die Verknüpfung der IST-Normen, wie viel Strom die Anderen verbrauchen mit den SOLL-Normen, dass weniger Energie gebraucht werden sollte, erweist sich als besonders effektiv. Wenn der Energieverbrauch der Nachbarn verglichen und durch fröhliche und traurige Smileys dargestellt wird, wer die SOLL-Normen erfüllt beziehungsweise nicht erfüllt, sind die Menschen motivierter weniger Energie zu benutzen.

Das zweite Modell selbst stellt auch ein Beispiel für umweltschutzpsychologische Methoden dar. Es schafft eine Vision, wie eine nachhaltige Stadt gestaltet sein könnte. Wie in 2.3.6 Emotionen erklärt, kann dies Menschen zu mehr Nachhaltigkeit motivieren.