Fachsprache

Charakteristisch für die Denkweise in der Naturwissenschaft Chemie ist, dass fast in jeder Chemiestunde zwei Betrachtungsebenen zu berücksichtigen sind:

Stoffebene:

Betrachtungen an Stoffportionen und Reaktionen (Fakten, Phänomene)

Die Stoffebene nennt man deshalb auch Phänomenebene. Alles wirklich Beobachtbare gehört zu diesem Betrachtungsbereich. In Reaktionsgleichungen (Reaktionsschemata) ist diese Ebene dadurch schnell erkennbar, dass Phasensymbole (s, l, g oder aq) nach den Formeln zu finden sind.

Teilchenebene:

Deutung der Fakten durch die Vorstellung von der Existenz kleinster Teilchen und Teilchenverbände, meist mit Hilfe von Modellen

Die Teilchenebene nennt man deshalb auch Modellebene. Sie ist nur ein mehr oder weniger stark vereinfachtes Abbild der Wirklichkeit und letztlich nicht beweisbar. Unsere Modellvorstellungen sind unterschiedlich gut und werden immer wieder durch besser passende Modelle ersetzt. Fehlen in Reaktionsgleichungen (Reaktionsschemata) Phasensymbole, dann können sie mit Hilfe von Atomen, Ionen und Molekülen gedeutet werden.

Eine zusammenfassende Übersicht zur Fachsprache im Chemieunterricht, findet sich bei CHEMKON, angenommen 2018, abgedruckt Anfang 2019.
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Lehrerausbildung und Fachsprache –
Fachliches und sprachliches Lernen als Bestandteil der Lehrerausbildung im Fach Chemie

Die Lektüre dieses Artikels ist eine gute Vorbereitung auf einen Einstieg in das Studienseminar Chemie am Gymnasium Neubiberg. Erfahrungsgemäß stellt der Wechsel von der Universität an die Seminarschule gerade im Hinblick auf den exakten Umgang mit der Fachsprache eine Hürde im ersten Halbjahr dar.